Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin
Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin

Wichtige Informationen



In der St. Johanniskirche können wir wieder Gottesdienste feiern.
Folgende Auflagen sind dabei zwingend zu beachten:

- Maximal 60 Personen dürfen am Gottesdienst teilnehmen.
- Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Das gilt nicht für Menschen, die zusammen in häuslicher Gemeinschaft leben.
- Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird dringend empfohlen. (Tücher und Schals sind ebenfalls zulässig.)
- Die auf den Sitzflächen markierten Plätze sind zu nutzen. (Auf „Stammplätze“ muss verzichtet werden.)
- Es ist eine Teilnehmerliste zu führen, die die Namen, Anschriften und Telefonnummern aller Teilnehmer enthält. Die Datenschutzrichtlinien dazu liegen aus. Für das Eintragen in die Liste planen Sie bitte vor dem Gottesdienst etwas Zeit ein.

Bitte folgen Sie den Anweisungen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde. Bei Fragen helfen sie gerne weiter.

Manche dieser Auflagen sind sicher beschwerlich und schmerzlich. Sicherlich fällt es uns allen aber leichter, mit der Aussicht auf Erleichterungen zu leben, als ggf. neuerliche Einschränkungen hinzunehmen.


Wichtige Informationen finden Sie auch auf den Seiten unseres Kirchenkreises, der Landeskirche und des Landkreises:

http://www.kirche-mv.de/Corona.corona.0.html

https://www.nordkirche.de/

https://www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de

Bleiben Sie behütet und Gott befohlen,
Ihr Pastor Markus Hasenpusch]



„Und was ist mit Weihnachten?“

Diese Frage begegnet mir in den letzten Wochen immer häufiger. Je näher das Fest rückt, desto mehr höre ich aus der Frage eine gewisse Sorge – um nicht zu sagen Angst - heraus, dass nach den Schließungen von Kinos, Theatern, Gaststätten und Sportstudios nun auch der Gottesdienst am Heiligen Abend nicht gefeiert werden kann.
Ganz gezielt fragen manche nach den Heiligabendgottesdiensten oder nach dem Krippenspiel, ohne die Weihnachten für sie gar nicht vorstellbar ist. Und das sind immer wieder auch Menschen, die sonst wenig auftauchen oder gar nicht zur Gemeinde gehören.
Aber das ist ihnen wichtig: Weihnachten, der Gottesdienst, das Krippenspiel.
Das ist auch mir wichtig, weil es dazugehört zu Weihnachten.

Aber das ist nicht alles. Vor allem dann nicht, wenn es bloße Folklore oder lediglich eingeübte Tradition ist, weil das „schon immer so war“.

Ja, Weihnachten ist in diesem Jahr anders. Und in vielerlei Hinsicht ist es schmerzhaft anders: Die Familie kann nicht zusammenkommen wie gewohnt. Die Besuche bei Angehörigen in Senioreneinrichtungen und Pflegeheimen können nicht so sein wie sonst, von Besuchen im Krankenhaus ganz abgesehen.
Mancherorts werden Menschen am Heiligen Abend an Kirchentüren abgewiesen werden, weil die Höchstzahl der Gottesdienstbesucher erreicht ist oder sie keine Eintrittskarte haben. Der vollmundige Gesang der geliebten Weihnachtslieder wird fehlen. Den Abstand und den Mundschutz werden wir wohl als noch lästiger und störender wahrnehmen als sonst schon.
Was bedeuten Rücksicht und gegenseitiges Aufeinanderachten in diesen Zeiten?
Und drehen wir uns mit dem Aufstellen von Regeln und Hygienekonzepten nicht wieder einmal um uns selbst? Schauen nur auf uns mit all unseren Sorgen, mit dem Verzicht auf das Gewohnte und dem Aufstellen von Regeln?

Mitten in diese Welt, die sich um sich selbst dreht, die so durcheinandergeworfen, so verletzt ist, wird Gott geboren. Mitten hinein in unsere Ängste und Sorgen, in unsere Krankheit und Einsamkeit. Und er bleibt: „Siehe“, sagt der, dessen Geburt wir Weihnachten feiern, „ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Gott wird Mensch, mitten in unserem Leben und in dieser Welt, die so oft bestimmt sind von Unfrieden und Sorgen, von Lasten und Angst, von Einsamkeit und Bitterkeit. Mitten in unser Dunkel hinein.
„Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein!“, heißt es in unserem Gesangbuch. Vielleicht ist das ein bisschen zu glatt ausgedrückt, ein bisschen zu leicht gesagt. Ich möchte formulieren: „… kann unsre Nacht nicht nur traurig sein und vor allem wird sie nicht traurig bleiben“.
Es wird Weihnachten, wie auch immer und bestimmt anders als wir es kennen. Aber es wird Weihnachten, weil Gott zu uns kommt, mit seinem Wort, mit seinem Licht und sagt: Ich bleibe. Ganz nah. Bei Dir. Ohne Abstand.

Ihr Pastor Markus Hasenpusch