Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin
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Jetzt schon an Weihnachten denken?


„So, ich muss jetzt wieder ins Amtszimmer und was zu Weihnachten für den Gemeindebrief schreiben“. Unsere Tochter ist krank. Gerade habe ich ihr etwas zum Essen gemacht, jetzt soll sie sich ausruhen.

Es ist Anfang November und es fällt mir schwer, meine Gedanken auf Weihnachten zu richten. Das ist doch noch gar nicht dran, denke ich. Erstmal kommen doch noch andere Tage mit ganz anderem Charakter, anderen Schwerpunkten: Volkstrauertag, gerade in diesem Jahr mit der 100. Wiederkehr des Endes des ersten Weltkrieges von besonderer Bedeutung. Dann der Buß- und Bettag und schließlich der Ewigkeitssonntag mit dem Gedenken an die Verstorbenen des letzten Kirchenjahres und der Hoffnung auf das ewige Leben bei Gott.
Dann kommt irgendwann die Adventszeit. Die ist auch voll mit so Vielem, was bedacht werden will. Aber da werde ich schon eher an Weihnachten denken können, hoffe ich.
Offenbar klang ich etwas resigniert, als ich mich mit diesen Worten an die Arbeit verabschiedete. „Papa, das ist doch gar nicht schwer! Schreib doch was über arme Kinder und Weihnachten im Schuhkarton.“

Weihnachten im Schuhkarton? Ja, sie hat Recht:
An verschiedenen Stellen kann man in jedem Jahr ein Päckchen, zum Beispiel einen Schuhkarton, abgeben. In der Benjaminschule in Remplin oder im Spielzeugladen nebenan in der Schweriner Straße oder an anderen Orten. Wir haben auch ein Päckchen gepackt, für einen Jungen im Alter zwischen zwei und vier Jahren – das muss man nämlich vorher entscheiden. Ein paar Süßigkeiten, ein bisschen Spielzeug, Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs und Anderes kam in den Karton.
Schwerpunkt der Aktion im deutschsprachigen Raum ist in diesem Jahr Georgien, wo viele Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Unser Päckchen soll dort einem Kind zu Weihnachten eine kleine Freude machen.
Und da fiel es ganz leicht, zu überlegen, was wohl einem Kind zu Weihnachten Freude macht. Auch schon Anfang November.

Und so kann ich mich auch freuen auf die Worte des Engels in der Weihnachtsgeschichte „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“
Das geht auch schon im November, und erst recht im Advent.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit, voller Vorfreude auf das Kind, das in unsere Welt kommt, und ein gesegnetes neues Jahr!
Und vielleicht packen Sie im nächsten Jahr ja auch einen kleinen Karton, der große Freude macht.

Ihr Markus Hasenpusch