Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin
Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin

Wichtige Informationen



In der St. Johanniskirche können wir wieder Gottesdienste feiern.
Folgende Auflagen sind dabei zwingend zu beachten:

- Maximal 60 Personen dürfen am Gottesdienst teilnehmen.
- Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Das gilt nicht für Menschen, die zusammen in häuslicher Gemeinschaft leben.
- Eine medizinische Gesichtsmaske (zum Beispiel OP-Maske gemäß EN 14683) oder Atemschutzmaske (zum Beispiel FFP2-Maske) ist über die gesamte Gottesdienstdauer, auch am Platz, zu tragen.
- Die auf den Sitzflächen markierten Plätze sind zu nutzen. (Auf „Stammplätze“ muss verzichtet werden.)
- Es ist eine Teilnehmerliste zu führen, die die Namen, Anschriften und Telefonnummern aller Teilnehmer enthält. Die Datenschutzrichtlinien dazu liegen aus. Für das Eintragen in die Liste planen Sie bitte vor dem Gottesdienst etwas Zeit ein.

Bitte folgen Sie den Anweisungen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Kirchengemeinde. Bei Fragen helfen sie gerne weiter.

Manche dieser Auflagen sind sicher beschwerlich und schmerzlich. Sicherlich fällt es uns allen aber leichter, mit der Aussicht auf Erleichterungen zu leben, als ggf. neuerliche Einschränkungen hinzunehmen.


Wichtige Informationen finden Sie auch auf den Seiten unseres Kirchenkreises, der Landeskirche und des Landkreises:

http://www.kirche-mv.de/Corona.corona.0.html

https://www.nordkirche.de/

https://www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de

Bleiben Sie behütet und Gott befohlen,
Ihr Pastor Markus Hasenpusch]



Von Splittern und Balken


Herbst 2021, Wahlkampfzeit. Neben dem 20. Deutschen Bundestag wird unter anderem der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern und das Abgeordnetenhaus in Berlin neu gewählt.
Wer kann unser Bundesland und unser Land in der nächsten Legislaturperiode am besten regieren?
Wer hat die besten Ideen zur Bewältigung der Coronakrise und ihrer wirtschaftlichen Folgen?
Wer hat überzeugende Konzepte für den Bildungsbereich? Zur besseren Ausstattung der Schulen mit Lehrern, schnellem Internet? Zur Sanierung vieler Schulen?
Wie sind Verbesserungen im Bereich der Pflege möglich, wie mehr qualifizierte Mitarbeiter zu finden?
Wie soll die deutsche Sicherheitspolitik ausgerichtet sein im Bezug auf innere und äußere Sicherheit? Was für eine Einwanderungspolitik wollen wir?
Was für eine Art von Energiepolitik wollen wir für welche Zeiträume?

Das sind nur ein paar wenige der Fragen, auf die ich als Bundesbürger Antworten oder wenigstens Ideen von den führenden Politikern der verschiedenen Parteien erwarte. Es soll doch um einen – fairen – Wettbewerb der Ideen gehen, wie für möglichst viele Menschen in unserem Land ein gutes Leben, eine sichere Zukunft, Frieden und Freiheit möglich sein sollen.
Dachte ich.

Stattdessen sehe und höre ich, dass es vor allem um die Fehler der anderen geht. Der eine hat die falschen Schuhe angehabt und an der falschen Stelle gelacht. Gut, das war sicher unglücklich und nicht professionell. Aber nach Inhalten fragt keiner mehr. Die andere hat ihren Lebenslauf aufgehübscht und hier und da nicht oder unsauber zitiert. Zum nächsten heißt es „Schlumpf ist Trumpf“ und wieder andere bedienen sich der Gossensprache, um übereinander zu reden.

Bei all dem geht es nicht mehr darum, den Ideen des einen die eigenen entgegenzustellen und so den Wähler – also auch mich – zu überzeugen.
Vielmehr werden die Fehler des politischen Gegners gesucht und möglichst breit dargestellt. Und ich denke manchmal, mit dem Verweis auf dessen Fehler sollen die eigenen programmatischen Schwächen überspielt werden.

Das alles erinnert mich ein Wort Jesu, das uns im Matthäusevangelium überliefert ist: „Du siehst den Splitter im Auge deines Bruders aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ (Lk 6,41)
Die Fehler der anderen sehe ich immer schnell. Die sind ja auch so auffällig. Aber meine eigenen, die sind nicht so schlimm, die fallen ja kaum ins Gewicht und vor allem sind die anderen ja immer noch viel schlimmer.

Wenn ich mit einem Finger auf andere zeige, zeigen drei Finger auch immer auf mich. Vielleicht ist es gar keine schlechte Idee, sich das immer wieder mal vor Augen zu führen. Nicht nur im Wahlkampf.

Bleiben Sie behütet. Und gehen Sie wählen! Das Recht dazu ist mutig erstritten worden und keine Selbstverständlichkeit.

Ihr Pastor Markus Hasenpusch